"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen." (Konfuzius)

 

Das Führen - wer führt eigentlich wen?

 

Was es wirklich braucht, um eine vertrauensvolle Partnerschaft zu erlangen TEIL 1

 

Genauso ist es in der Zusammenarbeit mit dem Partner Pferd. Erfreulicherweise finden immer mehr Pferdemenschen Freude an beziehungstechnisch tollen Methoden wie der Boden- oder Freiarbeit.
In Zeiten des Internets wird natürlich fleißig google befragt und sämtlich Videos bekannter Trainer werden bewundert. Da sehen wir faszinierende Bilder von steigenden Pferden, Pferde die ihrem Menschen ganz frei im Galopp durch Feld und Wiese folgen, Reiter die auf magische Weise nur am Halsring Lektionen der hohen Schule reiten. Wunderschön!


ABER genau hier droht die Gefahr! Viele meiner Schüler möchten dann genau das lernen. Als langfristiges Ziel = wunderbar. Für diese tollen Endergebnisse muss aber als aller Erstes die Basis stimmen. Der Weg zu einer solch feinen Kommunikation ist schön, und sehr, sehr lang. Nur, wenn wir die vielen kleinen Schritte an der Basis gründlich erarbeiten, kann eine vertrauensvolle Partnerschaft aufgebaut werden.

 

Viele Menschen haben Schwierigkeiten beim Führen des Pferdes. Das Pferd schlurft am angezogenen Strick hinterher, überholt und rempelt den Menschen an. Wie gehst du damit um, wenn dein Pferd ein solches Verhalten zeigt? Zunächst ist es wichtig, die äußeren Gegebenheiten abzuprüfen. Dein Pferd sollte frei von Schmerzen und das Equipment passend sein. Ist das geprüft, kannst du damit beginnen an der erfolgreichen Zusammenarbeit zu arbeiten.

Mach dir als erstes dein Ziel bewusst: wenn dein Pferd nicht in der korrekten Führposition läuft, mach dir ganz klar, wo die gewünschte Position ist. Ich empfehle dir knapp vor der Schulter des Pferdes zu laufen. So hast du den Kopf und damit das Ohrenspiel deines Pferdes immer im Blick und bist gleichzeitig in der Lage über die Pferde-Schulter Signale an dein Pferd zu senden.


Habt ihr die gewünschte Position eingenommen startet ihr zunächst im Schritt. Dabei gehst du in vier Stufen vor

1. Fokussiere dich auf's Vorwärtsgehen, baue Spannung auf und mache deinem Pferd so klar - jetzt kommt was.

2. Du setzt dich in Bewegung, der Strick hängt dabei durch und du bist fest davon überzeugt: dein Pferd geht mit.

3. Reagiert dein Pferd nicht sofort, unterstützt du direkt mit einem Stimmsignal (dein eigenes Stimmsignal für "vorwärts" wichtig: das Signal muss immer gleich sein und immer die gleiche Bedeutung haben)

4. Reagiert das Pferd noch immer nicht, unterstützt du mit einer vorwärtstreibenden Hilfe an der Hinterhand (ideal ist es, wenn du jeweils in der dem Pferd abgewandten Hand eine Gerte hältst, die so lang ist, dass du das Innere Hinterbein leicht touchieren kannst.)

Erfolgt die gewünschte Reaktion - egal auf welcher Stufe - direkt ausgiebig loben!

 

Wichtig für jede Einheit:

Egal woran du arbeitest - der Weg zum Erfolg ist gepflastert mit kleinen Schritten in die richtige Richtung - überfordere dein Pferd nicht, sondern beende jede Übung positiv und rechtzeitig bevor sich dein Pferd dir entzieht. Die Intervalle des Trainings kannst du von Tag zu Tag steigern. Dabei gilt, je öfter du an einer Aufgabe schon gearbeitet hast, desto eher ist dein Pferd in der Lage auch länger konzentriert und motiviert dabei zu sein.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren

 

#pferdeausbildung #kleineschritte #freiheit #horses

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