"Aufmerksamkeit bedeutet, bei dem, was man tut, mit ganzer Seele zu sein."

 

 

 

Aufmerksamkeit am Beispiel des Führens

 

Wir erarbeiten die Aufmerksamkeit hier am Beispiel des Führens. Zunächst sollte die Übung so lange am Seil durchgeführt werden, bis dein Pferd und du ganz ohne das Seil zu benutzen, kommunizieren könnt. Das dauert je nach Ausbildungsstand und Charakter deines Pferdes, so lange wie es eben dauern muss. Lass dir und deinem Pferd dabei Zeit und übe immer nur kurze Sequenzen an dieser Aufgabe, so dass du jede Einheit positiv abschließen kannst. Wenn ihr dann soweit seid, kannst du das Halfter/ Knotenhalfter abnehmen. Es empfiehlt sich bei den ersten Einheiten ohne Kopfstück, das Seil locker um den Hals zu legen. So hast du in dem Fall, dass deine Pferd sich abwendet, die Möglichkeit über das Seil zu korrigieren.

 

Ziel dieser Übung ist es, dass dein Pferd lernt aufmerksam auf deine Körpersprache und deine Stimmsignale zu achten. Die Konzentration deines Pferdes soll dabei ganz bei dir und euren gemeinsamen Aktionen liegen. Damit dein Pferd konzentriert arbeiten kann, empfehle ich dir eine Trainingseinheit nicht länger als 30 Minuten am Stück durchzuführen.

 

Bei der Freiarbeit arbeitest du mit drei Signalstufen:

1. Die Stimme

2. Die Körpersprache

3. Der Kontakt mit Hand, Schulter, Seil oder Gerte

 

Zu Beginn braucht dein Pferd vermutlich alle drei Stufen, damit es eine neue Lektion versteht. Mit der Zeit sollte eure Kommunikation immer feiner werden. Als erstes kannst du den Kontakt wegglassen. Du gibst also deine Kommandos, sobald es euch möglich ist, nur noch über deine Körpersprache und die Stimme. Je feiner eure Zusammenarbeit abgestimmt und je besser dein Pferd ausgebildet ist, desto mehr kannst du auch deine Körpersprache reduzieren. Dann braucht es nur noch einen Blick oder ein Schnalzen um bestimmte Lektionen abzufragen.

 

Lege zu Beginn eurer Arbeit Stimmkommandos für die folgenden Grundkommandos fest:

*schneller laufen

*langsamer laufen

*Angaloppieren

*Anhalten

*Ermahnung/ Korrektur

*Rückwärts

*Lob

*zu dir Kommen

 

WICHTIG: Besonders am Anfang braucht dein Pferd eine klare Körpersprache, um deine Kommandos zu verstehen. Erst, wenn sich die Stimmkommandos fest bei deinem Pferd eingeprägt haben. kannst du die Körpersprache langsam reduzieren. Die Körpersprache muss dabei immer an deine Stimmkommandos angepasst sein, damit du eindeutige Signale sendest.

Du kannst auch während des Trainings beobachten, welche Laute du automatisch für die oben aufgelisteten Grundkommandos nutzt. Behalte aber dann immer diese Laute oder Worte bei. Du wirst sehen, wie schlau dein Pferd ist und wie schnell es sich die Laute und ihre Bedeutung merken wird.

Ein großer Vorteil bei dieser Herangehensweise ist, dass du alle am Boden eingeübten Lektionen, die mit einem Stimmkommando belegt sind, später im Sattel eins zu eins mit der Stimme abfragen kannst.

 

Die korrekte Führposition

 

Du stehst neben deinem Pferd. Die Ohren deines Pferdes und deine Schultern zeigen in die selbe Richtung. Der Kopf deines Pferdes ist vor dir. Die Schulter deines Pferdes ist hinter dir.

ACHTUNG: Jeder von euch hat seinen eigenen privaten Bereich. Dein Pferd sollte, sofern es in seinem Bereich bleibt, dort seine Ruhezone haben. Durch klare Kommunikation vermittelst du ihm Sicherheit und es wird sich dort wohlfühlen. Dein Pferd muss aber auch deinen privaten Bereich akzeptieren. Achte darauf, dass dein Pferd mit seinem Kopf, seinem Hals und seiner Schulter beim Führen nicht unaufgefordert in deinen Bereich eindringt. Anfangs wird dein Pferd diese Regel noch nicht kennen. Erinnere es immer wieder freundlich aber bestimmt daran, indem du es aus deinem Bereich herausschiebst. Dein Pferd wird das vielleicht beim ersten Mal verstehen. Vielleicht aber auch erst beim 100sten Mal. Wichtig ist, dass du konsequent immer bei deiner Aussage bleibst, bsi dein Pferd diese akzeptiert und respektiert.

Diese Position ist ideal, da du sowohl das Ohrenspiel deines Pferdes beobachten, die Schulter bei Bedarf ausbremsen und feine Kontaktsignale an Kopf und Schulter geben kannst.

 

Damit dein Pferd sich an diese Position gewöhnt und auch in Freiheit so bei dir bleibt, solltest du jetzt damit beginnen die verschiedenen Grundgangarten, Anhalten, Rückwärtsgehen usw. zu üben. Du startest immer aus der oben beschriebenen Führposition und beendest die Übung ebenfalls in exakt dieser Position. Warum? Dein Pferd soll diese Position als Komfortzone kennenlernen, als Ruhezone, in der es auch belohnt wird und Pausen machen darf. Sobald dein Pferd diese Position als Ruhezone erkannt hat, wird es immer wieder gerne dorthin (also an deine Seite zurückkehren). Das ist eine Grundvoraussetzumg für die freie Arbeit.

 

Starte jetzt mit den Übungen wie folgt:

 

1. Du übst mit deinem Pferd Übergänge vom Stehen in den Schritt und vom Schritt in den Stand. Wiederhole diese Übergänge auf jeder Hand 7x. Dabei gehst du jedesmal eine unterschiedliche Anzahl von Schritten. Es können mal fünf Schritte, mal eine ganze Runde sein. Bevor du anhältst, gibst du deinem Pferd (das von dir fesgelegte) Stimmkommando zum Anhalten. Bleibst dann stehen und touchierst es, wenn nötig, an der Brust, damit es dich nicht überholt. Ziel ist es, dass dein Pferd lernt auf dich zu achten und sobald du stehen bleibst, ebenfalls stehen zu bleiben und (WICHTIG!) wieder in die korrekte Führposition zu kommen.

 

2. Ebenso gehst du jetzt mit den Schritt-Trab-Übergängen vor.

 

3. Schritt-Halten-Rückwärts-Halten-Übergänge

 

4. Trab-Galopp-Übergänge

 

Die Vorgehensweise ist dabei jedes Mal die gleiche. Achte darauf, dass du dich bei jeder Übung gut udn sicher fühlst. Solltest du am Anfang unsicher sein, wenn ihr zu den schnelleren Gangarten kommt, dann bleib so lange im Schritt, bis du genug Vertrauen hast. Eines der Grundprinzipien beim Erarbeiten der Freiheitsdressurlektionen ist, dass du lieber viele kleine Schritte machst, als einen zu großen, der dich und dein Pferd wieder zurückwirft.

 

Horche bei jeder Einheit in dich hinein: Hast du Spaß? Fühlst du dich herausgefordert, aber nicht überfordert? Denn die drei Grundsätze in der Pferdearbeit lauten:

 

*Respektvollen Umgang miteinander fördern 

* gegenseitiges Vertrauen spüren 

*klare Kommunikation entwickeln

 

 

 

 

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